Immobilienpreise Paraguay
Wer deutsche Ordnung gewöhnt ist, wird vielleicht über die Art und Weise wie in Paraguay Immobilienpreise festgelegt werden schockiert sein. Doch an diesem Umstand haben deutsche Einwanderer der jüngsten Vergangenheit einen großen Anteil.
Schlecht informierte und gut betuchte Einwanderer haben etliche Immobilien zu stark überhöhten Preisen erworben, da sie die Preise von Deutschland, Österreich oder der Schweiz gewohnt waren und ihnen die überteuerten Angebote immernoch preiswert vorkamen.
Daraufhin meinen viele Verkäufer, dass sie ähnliche Preise erzielen können. Dies hat natürlich die Preise generell in solchen Regionen in die Höhe getrieben, die von Einwanderern besonders beliebt sind. Richtig günstige Schnäppchen sind Mangelwahre geworden.
Es gibt zwar auch in Paraguay regionale Bodenrichtwerte, doch nur wenige halten sich daran. Die Preise werden nicht selten unabhängig vom tatsächlichen Wert einer Immobilie festgelegt. Manchmal kommt man sogar günstiger, wenn man sich ein Stückchen Land kauft und ein neues Haus bauen läßt, als ein altes und renovierungsbedürftiges Haus zu erwerben.
Ein Preisvergleich - sofern möglich - ist auf jeden Fall ratsam. Achten Sie dabei darauf, dass Bauland und Immobilienobjekte an oder in der Nähe von Asphaltstrassen in der Regel viel höher gehandelt werden, als irgendwo ein paar Kilometer auf Naturstrassen landeinwärts. Die Preise variieren auch sehr stark von gefragten Ortschaften und unbekannten Ortschaften (dort können Sie noch wirkliche Schnäppchen machen).
Lohnt sich ein Verhandeln im Preis?
Wenn der Verkäufer ein Paraguayer ist, dann hat Verhandeln nur dann einen Sinn, wenn er dringend verkaufen muß. Ansonsten beharren die Verkäufer fast immer auf ihrem Preis, selbst wenn er eindeutig überhöht ist.
Notarkosten: Hier gibt liegen die Unterschiede zwischen 3,9 % und über 7 % des Kaufpreises bei gleicher Arbeit und Gebühren. In diesen Kosten ist i. d. R. die Verkaufssteuer von 1,5 % enthalten sowie die Überschreibungsgebühren von derzeit 1,65 %.
