Was ist Dengue Fieber
Einleitend sollte bemerkt werden, dass die Krankheit zwar ernst zu nehmen ist, dass aber an den Folgen einer einzigen Grippewelle in Deutschland mehr Menschen sterben, als in Paraguay im ganzen Jahr an Dengue Fieber.
Dengue Fieber ist eine Virusinfektion. Übertragen wird das Denguevirus aber nicht direkt, sondern durch die Weibchen der Gelbfiebermücke oder des asiatischen Tigermoskito.
Nach der Infektion mit dem Virus vergehen zwei bis zehn Tage, bis die Krankheit ausbricht. Plötzlich setzen dann Fieber, Kopfschmerzen, starke Muskel- und Gliederschmerzen ein. Mitunter kommt es auch zu einem flüchtigen Ausschlag. In der Regel heilt die Krankheit nach einer ausgedehnten Erholungsphase langsam aus. Bis vor kurzem war ein wirksames Medikament für eine gezielte Therapie ist nicht erhältlich. So dass sich, wie bei einem Schnupfen, allein die Symptome lindern ließen .
Schlimm wird es erst, wenn die meist komplikationslose Infektion, wie beim hämorrhagischen Dengue-Fieber, mit inneren Blutungen oder dem Dengue-Schocksyndrom einhergeht. Dies wurde insbesondere bei wiederholter Infektion mit einem fremden Virustyp beobachtet. Anzeichen für einen schweren Verlauf sind ein zweiter Fiebergipfel, ein deutlich verschlechterter Allgemeinzustand, Schock sowie Blutungen in Haut, Schleimhäuten und inneren Organen. Derartig schwere Verläufe mit hohen Todesraten treten vorwiegend bei Kindern auf.
Um der Virusinfektion vorzubeugen, bleibt nur der Schutz vor Mückenstichen. In gefährdeten Gebieten sollten Reisende den Brutplätzen der Insekten aus dem Weg gehen. Hautbedeckende Kleidung, Mückensprays, imprägnierte Moskitonetze und Klimaanlagen eignen sich ebenfalls, um eine Infektion zu vermeiden. Teilweise reicht schon der Deckenventilator aus.
Das Problem der Virusinfektion ist die Brutstätte. Ca. 200 Meter um diese sind die Mücken aktiv. Die Brutstätten liegen nicht immer am Wasser. Die Stechmücken nutzen gerne auch einen achtlos weggeworfenen Jogurtbecher oder dergleichen als Brutstätte! Doch nicht jede Mücke oder Brutstätte sind eine Gefahr. Die meisten Menschen wurden bisher verschont.
Ein Impfstoff wurde bereits in Wien entwickelt, aber bis jetzt nur an Mäusen erfolgreich getestet, Asiatische Wissenschaftler forschen auch an Impfstoffen und hoffen, dass es bald eine erfolgreiche Impfung für den Menschen gibt. Vor wenigen Tagen ist ein natürliches Medikament gegen Dengue, welches in Cuba entwickelt und getestet wurde, in Paraguay zugelassen worden, so dass somit wirksam geholfen werden kann.
