Kärntner floh aus steirischer Haftanstalt und ging Drogenpolizei Paraguays ins Netz
Die mehrmonatige Flucht eines Kärntner Betrügers aus der Haftanstalt Maria Lankowitz ist vor Kurzem in Paraguay zu Ende gegangen. "Der Mann ist in der vergangenen Woche festgenommen worden", bestätigt Herbert Rogl, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamts. Der 39-Jährige war wegen der Herstellung von gefälschten Führerscheinen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden und hatte einen Haftausgang genutzt, um das Weite zu suchen.
Endstation Paraguay
In Paraguay war Endstation: Als der Klagenfurter im Zuge einer Drogenfahndung kontrolliert wurde, fanden die Polizisten bei ihm die Verurteilung des Klagenfurter Landesgerichts - und informierten die Heimatbehörden des Kärntners.
Strenge Strafen
Kriminalist Rogl: "Offensichtlich steht die Verhaftung ja im Zusammenhang mit einem Suchtgiftdelikt. Da ist es fraglich, ob der Mann überhaupt ausgeliefert wird und ob er nicht im Falle einer Verurteilung seine Strafe unten absitzen muss." Das wäre für den Täter wenig vorteilhaft: "Es ist kurios, aber dort, wo die Drogen herkommen, gibt es die strengsten Strafen." Jetzt sei, wie Presserichter Manfred Herrnhofer erklärt, die Staatsanwaltschaft am Zug, wenn es um den Auslieferungsantrag geht.
Weiterer Flüchtling
Ein weiterer Aspekt macht den Fall brisant. Gemeinsam mit dem Betrüger ist auch ein verurteilter Bordellbesitzer geflohen, der einen Konkurrenten verstümmeln wollte. Rogl: "Richtig, auch dieser Mann ist flüchtig. Er war auch der Freund einer jungen Frau, die seit drei Jahren verschwunden ist - ein Fall von bedenklicher Abgängigkeit."
Quelle: www.kleinezeitung.at am 8. März 2009
